Amblyopie Screening Sehtest – wichtige Früherkennung an den Augen!

Amblyopie Screening Sehtest, Augenuntersuchung. Jeden Tag vollbringen unsere Augen Höchstleistungen, ohne dass wir es bemerken. Hauptsache, wir sehen alles. Fatal, wenn wir uns auf diesen Sinn nicht mehr verlassen können und sich die Sicht langsam trübt.

80 Prozent der Erblindungen weltweit könnten vermieden werden, wenn die Menschen regelmäßig Augen und Sehfähigkeit überprüfen lassen würden.

Zu dieser Art wichtige Früherkennung gehört in Deutschland auch das Amblyopie Screening, den Sehtest beim Kinderarzt, das bei der sogenannten U-Untersuchung durchgeführt wird. Hier lassen sich meist rechtzeitig Anzeichen von Fehlsichtigkeit feststellen und behandeln.

Quelle: https://www.zeiss.de/vision-care/ueber-uns/newsroom/news-overview/articles/augenscreening.html

Amblyopie screening Augenscreening Augenuntersuchung

Wer führt den Sehtest durch?

Kinder- und Jugendärzte könne ein Amblyopie Screening Sehtest auch Augenuntersuchung durchführen.

Man geht davon aus, das etwa 6 % aller Kinder zum Zeitpunkt ihrer Einschulung schwachsichtig sind. Die häufigsten Ursachen für die Schwachsichtigkeit (Amblyopie) sind unerkanntes Schielen (Strabismus), Weitsichtigkeit (Hyperopie), Kurzsichtigkeit (Myopie), Hornhautverkrümmung (Astigmatismus) sowie ungleiche Fehlsichtigkeit (Anisometropie).

Das Amblyopie Screening, der Sehtest erfolgt für das Kind, aus einer angemessenen Entfernung. Dabei kann das Kind auf Ihrem Schoss sitzen. Sinnvoll sind erste Messungen ab den 6. Lebensmonat, vor allem, vor dem ersten Geburtstag und eine zweimalige Wiederholung im jährlichen Abstand. In Einzelfällen kann auch später noch eine Messung sinnvoll sein.

Augenoptiker messen nicht nur die Sehstärke und passen Brillen und Kontaktlinsen an. In Deutschland dürfen Augenoptikermeister und Optometristen am Auge ein Amblyopie Screening, Sehtest am vorderen und am hinteren Augenabschnitt durchführen. Darüber ermitteln sie wertvolle Informationen über Zustand und Funktionsfähigkeit der Augen und können krankhafte Auffälligkeiten feststellen. Gibt es Hinweise auf eine Augenerkrankungen, wird der Kunde zur genauen Abklärung zu einem Augenarzt „überwiesen“. Der Augenarzt führt dann eine umfassende Untersuchung des Auges durch, stellt in einer Diagnose eine Erkrankung fest und behandelt diese.

Wann zum Amblyopie Screening Sehtest?

Es gibt kein „Muss-Alter“, keinen festgelegten Zeitpunkt, ab dem eine (Amblyopie Screening Sehtest) Augenuntersuchung unbedingt durchgeführt werden sollte – Experten raten dazu aber spätestens ab dem 40. Lebensjahr. Ab diesem Alter können sich erste Veränderungen an der Augenlinse oder auch am Augenhintergrund bemerkbar machen. Anlass für ein Augenscreening sind oft Probleme beim Lesen oder wenn die Arbeit am Tablet oder am PC die Augen anstrengt. Dies können Anzeichen der sogenannten Alterssichtigkeit sein, die meist zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr beginnt oder aber Probleme mit dem Tränenfilm und daraus folgenden „trockenen Augen“.

Ist ein Familienmitglied an Diabetes erkrankt oder leidet unter einer Augenerkrankung, sollte man schon früher zum Augenscreening gehen und dies in regelmäßigen Abständen immer wieder wiederholen lassen.

Was ist die häufigste Sehstörung?

Der Graue Star – auch Katarakt genannt – gilt als häufigste Ursache für die Erblindung des menschlichen Auges. Die Sehstörung ist aber auch eine normale Alterserscheinung, die meisten Betroffenen sind über 60 Jahre alt. Im Laufe des Lebens verliert die Augenlinse an Transparenz und das Sehen verschlechtert sich kontinuierlich. Viele der Betroffenen bemerken erst spät, dass ihre Sicht sehr stark getrübt ist. Das Gehirn gleicht diesen Verlust aus, so dass die Betroffenen sich an die Linsentrübung gewöhnen und nicht bemerken, dass sie kaum noch etwas sehen. Auch bei Erkrankungen am hinteren Augenabschnitt (Glaukom, altersbedingte Makuladegeneration) bemerken viele der Betroffenen die Beeinträchtigung des Sehens erst sehr spät.

Das liegt daran, dass unser Auge entwicklungstechnisch aus den gleichen Zellen entstanden ist, aus denen auch Teile des Gehirns entstanden sind. Dadurch existieren zwischen den Augen und dem Gehirn viele direkte Nervenverbindungen. Diese Nervenfasern verlassen die Augen an jeweils einem bestimmten Punkt im Auge, dem sogenannten blinden Fleck. An dieser Stelle haben wir Menschen keine Sinneszellen, es kann hier kein Bild entstehen. Anstatt aber zweier schwarzer Punkte verrechnet das Gehirn Informationen, die um diese blinden Flecke herum vorhanden sind und vervollständigen so das Bild.

Der Nachteil:

Auch Ausfälle am Auge, wie etwa beim Grünen Star (Glaukom), kann das Gehirn kompensieren. So werden sie entweder gar nicht oder erst spät bemerkt, und an der Netzhaut ist mitunter schon großer Schaden entstanden.

Das Augenscreening kann solche Probleme schnell aufdecken – mit fortschreitendem Alter sollte es daher regelmäßig durchgeführt werden.